Immunselbsthilfe - Informationen bei unklaren Diagnosen
Wenn mich Interessenten anrufen, fragen sie meist im Verlauf
des Gespräches wie denn das Prozedere der Entstehung einer Webseite so
von statten geht. Deswegen möchte ich heute mal ein bisschen aus dem
Nähkästchen und über die Entstehungsgeschichte der Webseite www.immunselbsthilfe.de plaudern.
Anfang September kam der erste Kontakt mit dem Betreiber der Seite,
Roland de la Rosée zustande, der sich zunächst einmal über die
Möglichkeiten, den Ablauf und die Kosten der Webseitenerstellung
erkundigte. Schon bei den ersten Gesprächen war klar, dass wir eine
ähnliche Wellenlänge haben und dass das Thema mich ansprach.
Roland de la Rosée ist Autor und Betreiber eines Verlages. Ein
Content-Management-System ist also für ihn genau das Richtige, denn
dieser Mann kann schreiben und Texte strukturieren.
Kunden von jukemedia.de bekommen zunächst einmal eine Lernversion des
CMS zur Verfügung gestellt, das telefonische online Training ging
zügig, nach ca. 1,5 Stunden hatten wir fast alle Funktionen durch so
dass es an den Webseitenentwurf gehen konnte.
Thema der Seite
Immer wieder schlagen Modekrankheiten Ihre Wellen. Plötzlich
scheinen alle ein Burnout zu haben oder eine Candida-Pilzinfektion.
Gehen diese Menschen aber damit zum Arzt, kann oft keine Diagnose
gestellt werden. Schnell heißt es dann: “Sie haben nichts.” – Wenn
dann jedoch die Beschwerden nicht weggehen, wird die Psycho-Schublade
aufgemacht, – das ist dann was Psychosomatisches. Ein Burnout-Syndrom
kann psychosomatisch sein, es kann aber auch Ursachen haben, die
einfach noch nicht richtig erforscht sind. Ähhnlich wie in der
Entstehungsgeschichte von Multipler Sklerose kann am Anfang von z.B.
einer CFS-Erkrankung ein Infekt stehen, der durch eine bestimmte Sorte
von Viren verursacht wird. Verschwinden diese Viren nicht vollständig,
treiben sie im Körper ihr Unwesen. Roland de la Rosée ist selbst
Betroffener und hat aufgrund dessen professionelle und intensive
Recherchen zu diesem Thema betrieben. Das Ergebnis ist der Inhalt, der
nun auf immunselbsthilfe.de zu lesen ist.
Zum Zeitpunkt der Vorentwürfe arbeitete Herr de la Rosée schon an
der Struktur, von daher waren die Hauptpunkte der späteren Webseite in
etwa bekannt und mir schwebte aufgrund dessen schon so etwas wie eine
Portalseite als Startseite vor.
Abstimmung mit den Inhalten
Zunächst war als zentrales Bild im Header der Webseite eine
Menschenkette geplant, doch je mehr ich mich in den Inhalt eingelesen
hatte, desto mehr kam ich zu dem Ergebnis, dass diese Webseite in
erster Linie Betroffenen fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über
die Erkrankung vermitteln möchte. Als sich dieser Eindruck mehr und
mehr verdichtete, fiel der Entschluss, an den emotionalisierenden
Elementen der Webseite Abstriche zu machen. So kam eins zum anderen und
schlussendlich habe ich den ganzen Entwurf noch einmal über den Haufen
geworfen und neu angefangen.
Die Navigation
Bei zentralen Layouts, ist es zuweilen etwas schwierig mit
horizontalen Navigationen, da doch der Platz oft nicht für die
gewünschte Anzahl von Links ausreicht. Gestrichen, zusammengefasst,
unter anderen Oberpunkten erwähnt. Doch dann ging nix mehr. Gut, dass
ich so ein schönes neues Plugin habe, das kam mir hier gerade Recht.
Die ganze horizontale Leiste verschwand und alle Links konnten in einer
vertikalen Leiste untergebracht. Man kann nun von jeder Unterseite aus
jede andere Seite erreichen, ohne dabei immer über Los ziehen zu müssen.
Die Startseite war dann etwas arg verkürzt. Das war meinem
Auftraggeber dann aber doch zu radikal und er war nicht sehr amused.
Ergo: Startseite als Portalseite ausbauen. Habe ich dann gemacht und
wir waren uns schnell wieder einig.
Endspurt
Nachdem dann auch das Gästebuch, Fotogalerie und SEO-Plugin
installiert und auf das Design angepasst waren und alle Inhalte
eingepflegt, hätten wir schon online gehen können. Aber ich war noch
nicht zufrieden. Der Seite fehlte was, das wo man hinschaut. Schwierig,
schwierig – aber dann doch die zündende Idee. Ich fand einige Bilder
auf istockphoto, die ich zu einer Collage zusammenstellte.
Insgesamt war es nicht ganz so leicht die extrem unterschiedlichen
Ansprüche der Webseite unter einen Hut zu bringen. Bei einer rein
technisch, sachlich und wissenschaftlichen Ausrichtung wäre der
persönliche Akzent zu kurz gekommen, umgekehrt würde der
Ernsthaftigkeit der Seite nicht genug Rechnung getragen werden, würde
man es allzu sehr emotionalisieren. Ich hoffe, dass ich mit dem
derzeitigen Design den Spagat geschafft habe.
Die Webseite ging am 30. November online.
Ich wünsche Herrn de la Rosée viel Erfolg und allen Betroffenen die
Hilfe, nach der sie gesucht haben. Ich bedanke mich auf diesem Weg auch
ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit.