{"id":186,"date":"2010-11-29T11:14:02","date_gmt":"2010-11-29T09:14:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.contao.jukemedia.de\/blog\/?p=186"},"modified":"2018-02-25T13:35:57","modified_gmt":"2018-02-25T11:35:57","slug":"schriftfamilien-in-webseiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jukemedia.de\/blog\/2010\/11\/schriftfamilien-in-webseiten\/","title":{"rendered":"Schriftfamilien in Webseiten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.jukemedia.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/typografie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-196 size-full\" title=\"typografie\" src=\"http:\/\/www.jukemedia.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/typografie.png\" alt=\"\" width=\"451\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.jukemedia.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/typografie.png 451w, https:\/\/www.jukemedia.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/typografie-300x176.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px\" \/><\/a>Zur Gestaltung einer professionellen Gesch\u00e4ftsausstattung geh\u00f6rt auch, dass die verwendeten Schriften sorgf\u00e4ltig ausgesucht werden und durch alle Medien hindurch verwendet werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend das bei gedruckten Medien in der Regel keine Probleme macht, stehen Webdesigner oft vor einem erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftigem Problem, denn in Webseiten lassen sich nur eine Handvoll Schriften verwenden.<\/p>\n<h3>Warum ist das so?<\/h3>\n<p>Zum einen ist der Grund technischer Natur, zum anderen ist es ein rechtliches Problem.<\/p>\n<h3>Das Technik-Problem<\/h3>\n<p>Verwendet man z.B. f\u00fcr einen Textabsatz die Schriftfamilie &#8222;Frutiger&#8220;, dann kann ein Besucher der Webseite die Darstellung des Absatzes mit dieser Schrift nur dann sehen, wenn er diese Schriftart auf seinem PC installiert hat. Hochwertige Schriften, wie z.B. Frutiger eine ist, geh\u00f6ren aber nicht zur Grundausstattung eines Betriebssystems und sind deshalb bei den meisten Anwendern nicht vorhanden. Und wenn eine Schrift nicht vorhanden ist, dann verwendet der Browser eine vom Webdesigner angegebene Ersatzschriftart. Und das ist dann meistens eine Schriftart, von der man wei\u00df, dass sie beim Anwender sicher vorhanden ist.<\/p>\n<p>Unter Windows und Mac sind das folgende Schriften:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ampsoft.net\/webdesign-l\/WindowsMacFonts.html\">http:\/\/www.ampsoft.net\/webdesign-l\/WindowsMacFonts.html<\/a><\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlicherweise mag sich aber nicht jeder Gestalter und jeder Kunde mit den beschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten zufrieden geben. Nach dem Motto &#8222;wo ein Wille ist, da ist auch Weg&#8220; wurden deshalb schon vor einigen Jahren die so genannten &#8222;ImageReplacement&#8220; &#8211; Methoden geschaffen, mit denen man zumindest \u00dcberschriften in der gew\u00fcnschten Schriftart darstellen konnte.<\/p>\n<p>Wie der englische Name schon ausdr\u00fcckt wird hierbei ein Text einfach in eine Grafik umgewandelt und in dieser Grafik kann man dann &#8211; wie im Druck auch &#8211; jede gew\u00fcnschte Schriftart verwenden. Das Verfahren ist aber ziemlich aufw\u00e4ndig und daher auch kostspielig, au\u00dferdem kann, bei massivem Gebrauch, die Webseite langsamer werden.<\/p>\n<h3>Das rechtliche Problem<\/h3>\n<p>Gegen\u00fcber der Webtechnik von vor 5-6 Jahren hat es in Sachen Schrift inzwischen einige \u00c4nderungen gegeben, die diese umst\u00e4ndliche Methode stark vereinfachen. Technisch ist es heute durchaus m\u00f6glich die gew\u00fcnschte Schrift einfach auf dem Server zu hinterlegen und jede Schrift zu verwenden, die gew\u00fcnscht wird.<\/p>\n<p>Anwenden l\u00e4sst sich das aber trotzdem nicht weil allein mit der Technik das rechtliche Problem noch nicht gel\u00f6st ist. Die Lizenzgeber kommerzieller Schriftarten fordern, dass jeder, der auf seiner Webseite eine kommerzielle Schriftart verwendet, nicht nur eine g\u00fcltige Lizenz besitzen muss, sondern auch sicherzusstellen hat, dass die Schrift vor illegalem Download gesch\u00fctzt ist.<\/p>\n<p>Eine Schrift, die auf einer Webseite Verwendung finden soll, ist jedoch nichts weiteres als eine Datei in einem bestimmten Format. Schiebt man diese auf den Server hoch damit alle Besucher die Webseite mit dieser Schriftart sehen k\u00f6nnen, kann sie auch von jedem dieser Besucher heruntergeladen werden. Das ist zwar illegal, aber wie hei\u00dft es doch: &#8222;Wo kein Kl\u00e4ger, da kein Richter&#8220;.<br \/>\nAber &#8211; der Mensch w\u00e4re nicht Mensch, wenn es nicht auch hierf\u00fcr schon verwendbare L\u00f6sungsans\u00e4tze geben w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>1. Cufon<\/strong><br \/>\nCufon ist eine auf Javascript basierende Methode, die zumindest optisch sehr einfach akzeptable Ergebnisse liefert und rechtlich sicher ist. Nachteilig ist jedoch, dass der via Cufon dargestellte Text nicht mehr mit der Maus markiert und kopiert werden kann. Sofern ein Text nicht explizit vor dem Kopieren gesch\u00fctzt werden soll, empfiehlt es sich nur \u00dcberschriften damit auszustatten und Cufon nicht f\u00fcr umfangreiche Flie\u00dftexte anzuwenden.<\/p>\n<p><strong>2. Typekit<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/typekit.com\/\">http:\/\/typekit.com\/<\/a><br \/>\nTypekit ist ein Dienst, der die rechtssichere Einbindung von Schriften auf Mietbasis erm\u00f6glicht. Die Preise sind moderat, aber abh\u00e4ngig davon wie oft eine Webseite pro Monat angeschaut wurde. Die Auswahl der zur Verf\u00fcgung stehenden Schriften ist gro\u00df, trotzdem ist nicht immer das Gew\u00fcnschte dabei.<\/p>\n<p><strong>3. Google Fonts<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/fonts.google.com\/\">http:\/\/fonts.google.com\/<\/a><br \/>\nAuch Google hat das Problem erkannt und stellt 28 Schriftarten zur Verf\u00fcgung die problemlos verwendet werden k\u00f6nnen. Einziger kleiner Nachteil kann sein: die Schriften werden von einem Google-Server aus geladen, wenn der Server jedoch \u00fcberlastet ist, kann es zu Ausf\u00e4llen kommen.<\/p>\n<p><strong>Aussichten<\/strong><br \/>\nIm Gespr\u00e4ch sind neue, speziell f\u00fcr das Web erstelle Schriftformate, mit denen dann sowohl das rechtliche als auch das technische Problem gel\u00f6st sein wird. Bis das jedoch umgesetzt ist, wird leider noch einige Zeit vergehen und sich die Webgemeinde wohl oder \u00fcbel in Geduld fassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Titelfoto: <a href=\"http:\/\/de.fotolia.com\/id\/5571612\">Jens Hertel<\/a> \u2013 Fotolia.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Gestaltung einer professionellen Gesch\u00e4ftsausstattung geh\u00f6rt auch, dass die verwendeten Schriften sorgf\u00e4ltig ausgesucht werden und durch alle Medien hindurch verwendet werden k\u00f6nnen. 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